SC RP Geschichten

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Quentin
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SC RP Geschichten

Post by Quentin » 21 Mar 2020, 23:42

Ein verkarterter Morgen

Das erste was ich spürte war ein fürchterlicher Kopfschmerz und ein Geschmack im Mund als hätte ich an der Treibstoffleitung einer alten Buccaner gelutscht,…. tja der Fall ist klar ich habe einen Kater. Langsam quäle ich mich aus dem Ding was hier offensichtlich als Bett gilt, viel gelbes Metall, ein 0815 Schreibtisch und im halb offenen Kleiderschrank noch die Kleidung vom vorherigen Zimmerbewohner.
„Ich bin also in Loreville, was zur Hölle mache ich hier.“ während ich mir die Frage unzählige male stellte während ich mich in die Dusche geschleppt habe dämmerte es mir langsam.

Ich sollte hier Equipment für die Shubinstation auf Daymar abholen.
Endlich die Dusche, am Boden befand sich Loreville typisch eine Staubpatina und der Duschkopf wurde auch nur mehr von Kalk und Staub zusammen gehalten. Meine Hand bewegt sich zum Mischer und irgendwie ist mir jetzt schon klar das mich gleich die kälteste Dusche meines Lebens erwartet,….. jap die kälteste und schnellste Dusche meines Lebens, aber immerhin bin ich nun wirklich Wach. Wenn ich nun noch was finde womit ich mich Abtrocknen kann ohne mir gleich alles zu holen was es hier so zu holen gibt fühle ich mich ja auch fast schon wieder menschlich.
Da war doch noch dieses Shirt im Kleiderschrank,… na es wird für den Zweck wohl reichen.

Während ich mir meine Glatze trocken poliere füllen sich die Erinnerungslücken langsam. Als ich gestern das Zeugs abholen wollte war der Auftrag schon weg und es wurde gerade ein anderes Schiff beladen. Ein Schiff das mir nicht ganz unbekannt war, eine niegel nagel neue Caterpillar als Super-Sonder-Convention-Irgendwas-Edition. Das Schiff gehört Walter Kamena, sozusagen mein Erzfeind in diesem System hier. War nicht das erste mal das er mir eine Fracht mit miesen Tricks weg geschnappt hat. Ich war so richtig angepisst als ich das erfahren habe und dann kommt mir der Kerl noch grinsend mit seiner fetten falschen Zigarre entgegen und macht auf gut Freund. Um ein Haar hätte ich ihm eine rein gehauen aber ich wollte es mir nicht mit den Panzeranzügen die hier als Security rumlaufen verscherzen. Also spielte ich das Spiel mit und habe mir überlegt wie ich es dem Kerl Heimzahlen kann.

Ich brauche dringend einen Kaffee, man kann ja viel über Lorville sagen, schlechte Luft, dreckig, üble Zustände auf den Straßen, aber Kaffee kochen können sie hier wenigstens.

Ab in meinen schnittigen Suit, die Kevlarweste übergeworfen und ab zur Bar mit dem besten Kaffee dieser staubigen Stadt.
Das Geräusch beim öffnen der Tür meines Apartments lässt mir dank eines vermutlich defekten Hydraulikkolbens die Zehennägel aufrollen „hätten sie besser selbst dichtende Schaftbolzen verwendet.“
Während ich meine Fußabdrücke im Staub der Straßen auf Loreville hinterlasse übermannt mich ein nicht unterdrückbares grinsen. Nachdem ich gestern beschlossen hatte mit Walter mal so richtig Schlitten zu fahren gingen wie in eine Bar und er war ja richtig großzügig, hat den teuersten Tropfen bestellt, was unterm Strich so viel heißt das die Badewanne in der das zeug gebraut wurde zumindest 1 mal im Jahr desinfiziert wird.
Wir saßen also zusammen, erzählten uns schmutzige Witze, machten kleinere Trinkspiele und rezitierten Xi‘an Lyric in feinstem Suffdialekt.
Irgendwann witterte ich meine Chance und bot ihm an um Schiff und Fracht zu spielen, er war tatsächlich so betrunken das er drauf einstieg.
„Ah endlich die Bar mit dem besten Kaffee hier weit und breit.“, ich betrete die Bar und die Frau hinter der Theke die mindestens 10 Jahre älter ausschaut als sie in Wirklichkeit ist fragt mich „Na Kater von gestern?“
„Ohja, was für einen aber die Dusche in meinem Zimmer hat dem Kater einen massiven Schock versetzt, der liegt jetzt irgendwo wo in mir rum und beschwert sich gerade wie gemein nicht die eiskalte Dusche zu ihm war.“
Lachend schenkt Sie mir einen schön heißen Kaffee in eine Tasse von vernünftiger Größe „Na wenigstens einer der weiß wie man mit so was umzugehen hat, die meisten beschweren sich nur das es zu wenig oder gar kein heißes Wasser gibt.“
„Ach ich kenne das von meinem Schiff, da fällt auch gerne mal die Heizung fürs warme Wasser aus.“
„Na das Problem sollte sich ja jetzt erledigt haben.“

In jenem Moment muss über meinem Kopf ein Zahnrad und mehrere Fragezeichen erscheinen sein als es mir wieder einfiel.
Das Trinkspiel, der gute Walter hat gesoffen wie ein Loch während ich nur jeden 3 kurzen wirklich getrunken habe hatte ich genügend Kapazität um ihn Wortwörtlich unter den Tisch zu Trinken. Ich schlug ihm vor das sich jeder eine Flasche von einem harten Schnaps bestellt und wer sie leert und danach noch steht bekommt das Schiff vom anderen. Tja ich stand zwar nicht mehr lange aber lange genug um zu sehen wie Walter umkippte.
„Hier süßer, ist jetzt wohl deine.“ sagt die Barkeeperin und legt mir die ID Karte von Karls Caterpillar hin. „Hast sie ehrlich und Fair gewonnen.“
„Naja ich habe sie gewonnen.“
Sie legt einen Finger an ihre Lippe „Schhhhhh.“

Eine nette Plauderei und 4 Tassen Kaffee später machte ich mich auf zu meinem neuen Schiff. Nicht das ich unbedingt meine in die Jahre gekommene Aquila ersetzen wollen würde. Immerhin habe ich wirklich viel mit ihr erlebt und durch gemacht aber so eine Spritztour mit einem neuen Frachter hat schon was für sich. Vielleicht gefällt mir das Schiff ja nicht und ich bringe sie ihrem eigentlichen Besitzer wieder zurück, aber nun gilt es erst einmal die Lieferung zu machen immerhin warten die auf Daymar bestimmt schon auf das Zeugs.

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