Ein Ende und ein Anfang (Shadowrun-Kurzgeschichte)

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Tom
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Ein Ende und ein Anfang (Shadowrun-Kurzgeschichte)

Post by Tom » 31 Mar 2019, 10:59

Ich war verzweifelt. »Kid, nein, nicht Du. Bleib bei mir!«

Alles war so furchtbar schiefgelaufen.
Wir hatten das Objekt, in diesem Fall einen fünfzigjährigen Wissenschaftler mit schütterem Haar und mehr als nur einem Waschbärbauch, erfolgreich extrahiert. Sein Name war Jeckyl, hatte man uns gesagt. Ich war die Einzige, die belesen genug war, um die Vorzeichen erkennen zu können. Doch ich habe nicht einen Augenblick daran gedacht. Wollte uns unser Mr. Johnson warnen, oder nur doppelt verarschen? Vielleicht erfahre ich es eines Tages.
Noknok T. hatte seinem Namen alle Ehre gemacht und uns erfolgreich von der Matrix aus alle Türen geöffnet. Obwohl ich selbst einen Port habe und ab und an Nachforschungen im Netz anstelle, entspricht mein Verständnis von der Matrix zu dem, was T. aus ihr macht, einem Drittklässler mit Zauberkasten gegenüber der Magie eines verdammten Drachen!
Daher vertraute ich ihm bedingungslos, als er versicherte, dass uns keiner bemerkt und er alle Spuren beseitigt hatte. Terence war einer der Top 10 Decker zu jener Zeit. Dass er sich überhaupt mit uns abgab, lag daran, dass er mit uns groß geworden war. Egal, was manche E-Pay- geilen Vollpfosten immer tönen, Geld ist nicht alles, gerade wenn man auf Messers Schneide tanzt – und Scheiße, wir haben getanzt! – ist Dir dein Team näher als Blutsverwandte.
Wir nannten uns die Ghosts. Nicht wahnsinnig einfallsreich, aber es spiegelte unser Motto perfekt wider. Keiner konnte uns sehen, keiner konnte uns fassen. Im Idealfall. Wir haben fast drei Jahre in derselben Besetzung gebraucht, um es soweit zu bringen. Es gab ein paar Rückschläge, ein paar Arschlöcher, von denen wir uns beinahe zu spät trennten, aber dann hatten wir uns gefunden:
Napolea, unser Face, die plante, die Deals aushandelte und immer einen Ersatzplan hatte, sogar Ersatzpläne für Ersatzersatzpläne und für deren Ersatzpläne … , na ihr wisst schon.
Kn0kn0k Terence, dessen Namen sich im Laufe der Zeit zu Nokok T. verkürzt hatte, war unser Decker, der es sogar mit Technomancern aufnahm, wenn es gar nicht anders ging, und meistens wenigstens ein Pat erreichte.
Grey-Hawk war unser Straßenschamane. Anders, als es der Name vermuten lässt, war sein Totem der Fuchs. Sein Kampfzauberreservoir war, sagen wir es mal nett, überschaulich. Aber mit Manipulationen und Illusionen und wenn es gar nicht anders ging, mit kleinen Heilzaubern, hielt er uns immer aus dem Gröbsten raus. Außerdem stand Napolea auf ihn, nicht dass das eine übergeordnete Rolle gespielt hätte. Wir waren Profis.
Dann war da ich, Doc Raven. Den Spitznahmen habe ich wegen meiner dunklen Mähne bekommen. Ich war die Ärztin des Teams, und ja, ich sagte Ärztin. Vielleicht ist mein Abschluss nicht von der größten Uni des Landes, und ich habe meine praktische Ausbildung in Metzger-Hallen von Straßenkliniken und Body-Shops gemacht, aber ich verstand meinen Job. Außerdem war ich mit meinen beiden Colt Manhunter ganz brauchbar, noch mehr mit der High-Tech-Armbrust, mit der ich mit Vorliebe Narkojet-Bolzen über erstaunliche Distanzen in ungeschützte Hautpartien versenkte. Meine naturwissenschaftlichen Kenntnisse in Chemie, Biologie und Meta-Psychologie wurden öfters gebraucht, als man gemeinhin denken sollte.
Und dann gab es noch Dyna-Kid, unseren Mann, wenn es hässlich wurde. Das meiste, was ich über hochentwickelte Cyberware weiß, habe ich von der Wartung seiner nichtmehr menschlichen Körperteile gelernt. Ein Arm, beide Beine, ein Lungenflügel, ein zusätzliches Kunstherz, Cybergehör, Cyperaugen, Reflexbooster und ein Enzephalon der Extraklasse im Gehirn, was das alles nochmal zu größerer Perfektion optimierte. Es gab nicht mehr viel, was an dem Ex-Elite-Soldaten noch original war, aber das liebte ich alles.

Wir waren im Safehouse angekommen, nachdem wir uns sicher waren, dass uns auch wirklich nicht auch nur die kleinste Spionagedrohne gefolgt war.
Noknok hatte uns begeistert begrüßt und auch der Wissenschaftler schien froh, es hinter sich zu haben.
»Ein dreiviertel Million verdient…«, schwärmte Kid breit grinsend und schnipste mit dem Finger, »und nicht so viel, ist uns passiert!«
Ich bin nicht abergläubisch, oder war es bis zu dem Zeitpunkt nicht. Es war, als wäre Kids Vorfreude der Startschuss gewesen.
»Ihr wart gut, sehr gut sogar.« Das Lob des Weißkittels war eigentlich bedeutungslos, aber wenn er zufrieden war, umso besser. »Aber, wenn ich es mir genau überlege, etwas zu gut …«
Sein Tonfall war unvermittelt kalt geworden, frostig und bar jeder menschlichen Regung.
Terence runzelte in einem Moment noch die Stirn, im nächsten Moment schlug ihm Jekyl den Kopf ab, als wäre es gar nichts.
Aus dem Wissenschaftler war nicht plötzlich ein Hulk geworden, keine dicken Arme verrieten seine Kraft, keine ausgeprägte Neandertalerstirn seine Brutalität. Nur die Fingernägel hatten sich zu zehn Zentimeter langen Krallen verlängert, die offenbar die Schärfe und Härte besten Waffenstahls hatten.
Napolea war die Nächste. Es war lange her, dass irgendetwas sie so auf dem falschen Fuß erwischt hatte. Wir hatten Jeckyl auf Cyberware gescheckt, Grey hatte sein OK gegeben, weil er nichts Magisches an ihm entdeckt hatte. Ich kann selbst heute noch kein Versäumnis finden, was wir hätten vermeiden können.
Unsre Planerin hatte gerade die Hand an ihrer Fichetti, als die Klaue vorstieß, sie am Bauch durchbohrte und mit einem grässlichen Geräusch eines zerberstenden Rückgrats hinten wieder austrat.
Wie eine lästige Puppe schleuderte Jeckyl sie weg und wandte sich dem Schamanen zu. Der aktivierte einen Fokus und eigentlich hätte der tobende Wissenschaftler nun wenigstens für ein paar Sekunden orientierungslos in einer Traumwelt herum stolpern müssen. Das war der Notzauber des Fuchsschamanen, den er uns mehrfach geduldig erklärt hatte, weil jeglicher Schaden, den die betroffene Person nehmen würde, sie sofort wieder zu Sinnen kommen lassen würde.
Doch Jeckyl lachte nur, übersprang ansatzlos die sechs Meter Distanz und schlitzte dem armen Schamanen den Hals auf.
Dann war ich an der Reihe. Ich hatte meine beiden Manhunter noch nicht einmal halb gezogen und konnte rein gar nichts tun, um das drohende Unheil aufzuhalten.
Aber Kid konnte. Und Kid tat.
Mit fließenden Bewegungen, als hielte man die Vorspultaste eines Trids auf dreifach gedrückt, stellte er sich dem Gegner in den Weg, fing den Schlag der Klaue mit seinem vercyberten linken Arm ab und rammte ihm sein großes Kampfmesser zwei, drei, viermal in den Magen, bevor Jeckyl auch nur reagieren konnte.
Der taumelte zurück und Kid setzte nach, trat einen halben Schritt zur Seite und zwang seinen Gegner so, die Bewegung mitzumachen, wollte er nicht weitere Treffer ungedeckt einstecken. Dennoch musste der Wissenschaftler einen tiefen Stich in die Schulter hinnehmen.
Endlich hatte ich meine Waffen oben und feuerte, was sie hergaben. Der rechte Colt war mit APDS geladen - mein ganz persönlicher Notfallplan für eine plötzliche Zombieapokalypse - der linke mit Gelgeschossen. Die Panzerbrecher schienen Jeckyl echt zu beeindrucken, die Gelgeschosse jedoch wirkten eher, als würde ich mit einer Wasserpistole schießen.
Kid trat dem durchgeschüttelten Wissenschaftler die Beine weg, und als er sah, dass der immer noch nicht am Ende war, versenkte er sein Messer tief in der Herzgegend.
Keuchend verschoss ich die letzten Patronen bis nur noch das leere Hämmern des Schlagbolzens zu hören war.
Kid trat den nun reglosen Körper noch einmal kräftig in die Seite. »So ein verdammter Orkfucker!« Ja, mein Kid war ein klein bisschen rassistisch, zu meinem Glück hatte er nichts Persönliches gegen Elfen.
Ich ließ meine Waffen einfach fallen und stürzte zu Grey. Für Napolea und Noknok T. konnte ich ohnehin nichts mehr tun.
Auch wenn Grey mich hinterher dafür verfluchen würde, riss ich sein Hemd auf und klatschte ich ein Traum-Patch auf sein Herz. Das sollte ihn wenigstens stabil halten, bis ich seinen Hals …, oh mein Gott, ich konnte sogar das Rückgrat zwischen den Fleischfetzen sehen.

»Das war jetzt aber unangenehm.«
Wie er es so schnell schaffen konnte, wie er es überhaupt schaffen konnte, so unvermittelt hinter mir auftauchen, war mir ein Rätsel. Und wieder waren es die hochgezüchteten künstlichen Reflexe von Kid, die mich retteten. Er warf sich, wie schon so viel Male zuvor, ohne messbare Verzögerung in den Kampf.
Doch diesmal war Jeckyl vorbereitet.
Wo eben noch der Mann gestanden hatte, war nun eine Art Dunst. Kid wirbelte suchend herum, stach mal hierhin, mal dorthin, immer ins Leere. Den ganzen Raum durchmaß er mit weiten Schwüngen, den womöglich unsichtbaren Gegner doch noch zu erwischen.
Ich hatte nach wie die Hände an Greys Kehle, versuchte zusammenzuhalten, was nicht zusammenzuhalten war.
»So, es war nett, und danke fürs Herausholen. Diese Narren hatten es doch tatsächlich geschafft mich in einer abgeschirmten Zelle von der Magie abzuschneiden, aber ich muss jetzt wirklich los.«
Die Stimme schien von überall zu kommen, doch plötzlich war Jeckyl hinter Kid. Der hätte es beinahe noch geschafft wegzuspringen, aber da verließ auch ihn das Glück. Die Krallen durchtrennten seinen gepanzerten Rücken, als bestünde er aus Gelmasse. Selbst die überragenden Reflexe des Dyna-Kids hatten einem nichtmehr funktionierenden Unterkörper nichts entgegenzusetzen. Schwer stürzte er und sein Messer schlitterte über den Boden.
Ohnmächtig musste ich zusehen, wie Jeckyl gleich einem Schemen auf mich zukam. Beide Klauenhände zuckten vor und mein Kopf schien schon in zwei Teile gespaltet, durch den Raum zu fliegen.
Da packten Grey-Hawks Hände zu und hielten die Handgelenke des Angreifers auf. Woher er die Kraft nahm, keine Ahnung. Medizinisch kann ich es nicht erklären. Eine Druckwelle ging von ihm aus, erwischte mich genau in dem Moment, in dem eine der Klauen meine Kopfhaut ritzte.
Jeckyl und ich wurden durch den Raum geschleudert.

Etwas in mir erwachte. Ich hatte nicht gewusst, dass es da war, aber es fühlte sich an, als ob ein alter Freund nach ewigen Zeiten wieder zu mir nach Hause käme und wie selbstverständlich zum Kühlschrank ging, um uns beiden eine kühle Coke zu holen.
Jeckyl und ich kamen beide wieder hoch. Gleichzeitig!
Ich kann nicht sagen, wer von uns beiden überraschter war.
Das Monster wischte mit seiner Klaue durch die Luft, ich ahnte es schon, bevor es überhaupt ausgeholt hatte. Ohne nachzudenken ging ich in die Knie und rammte meine Faust mit aller Macht dahin, wo es den meisten humanoiden Männern wirklich, wirklich wehtut.
Das Geräusch von platzendem Fleisch und brechenden Beckenknochen habe ich heute noch in den Ohren, ebenso den Urschrei den ich dabei losließ. Aber auch Jeckyl schrie, erstickt zwar, aber deutlich getroffen. Es mag sich wie aus einem schlechten Trid-Action-Drama anhören, aber Jeckyl wurde von meinem Treffer buchstäblich gegen die Decke geschleudert.
Kaum auf dem Weg nach unten stand ich wieder, drehte mich auf einer Fußspitze und wirbelte mit einem Kick in Richtung des fallenden Körpers.
Doch diesmal traf ich nur auf denselben Dunst, in den sich Jeckyl bereits vorher verwandelt hat. Hastig sah ich mich um, bereit einen Angriff aus jeder Richtung zu kontern, mit der unerklärlichen Gewissheit, dass ich das auch konnte.
Da spürte ich eine Hand auf der Schulter. Frieden erfüllte mich und die rasende Kriegerin in mir zog sich zurück. Es war Grey-Hawk, oder ich sollte wohl sagen, Grey Fox. Halb durchscheinend stand er neben mir, ein humanoider Fuchs und ich erkannte ihn, ohne dass es auch nur den geringsten Zweifel gab.
»Das war ja der Hammer!« Seine Geisterstimme klang genau wie seine alte im Leben, begeistert, aufgeregt und als wäre alles ein Mordspaß. »Keine Sorge, er ist weg, aber ich wünschte, ich hätte das viel früher mit Dir erlebt. Fuchs sagte immer, dass es in Dir schlummert, wir hatten nur keine Ahnung wie tief.«
Ich verstand nicht. Wie auch?
»Ich verschwinde dann mal. Jessica und Terence sind ganz verwirrt, das war alles etwas plötzlich für sie, hehe. Ich sollte sie besser beruhigen und auf den Weg bringen. Sag Kid, dass wir auf ihn warten.«
Mein Kopf flog herum zu Kid. Dort lag er, sein zerbrochener Körper, halb Maschine, halb Mensch. Ein wenig grauste mich der Anblick, der sich weiter bewegenden Beine, obwohl ich wusste, dass es kein Gehirn mehr gab, welches sie steuerte.
»Jetzt geh schon zu ihm, er hat eine Scheißangst, und ich will nicht sagen, dass sie ganz unbegründet ist. Er hat eine Menge mieses Karma angesammelt, bevor er mit uns in den Schatten lief. Aber er wird sich schon durchbeißen, wie immer. Doch du könntest Ihn wenigstens verabschieden. Dir ist doch klar, dass Du der Grund warst, warum er so lange durchgehalten hat, warum die Maschine sein Wesen nicht dominiert hat? Das ist Dir doch bewusst, oder?«
Ich schüttelte betäubt den Kopf.
»Er war es, der mich durchhalten ließ«, entgegnete ich leise. »Wäre er nicht gewesen, ich hätte diesen Job, das ganze Leid, das wir dauernd zu sehen bekommen, die ganze Scheiße, nicht mehr ertragen.«
Natürlich habe ich gesagt, wir waren Profis. Im Einsatz schalteten wir unsre Gefühle ab, taten das, was wir tun mussten, gaben unser Bestes, hielten uns gegenseitig am Leben. Bis heute.
Aber irgendwann ist der Run gelaufen, und dann kommen die Nächte, die Gedanken, die Vorwürfe. Ich schämte mich nicht deswegen. Ein guter Arzt muss emphatisch sein, sonst ist er kein Heiler, nur ein Bio-Mechaniker.
»Dann, Essy, geh und sag das Vincent. Aber beeil' Dich, er hat nur noch wenige Atemzüge. Und tu Dir und uns einen Gefallen. Verbrenne unsere Leichen, wenn Kid gegangen ist. Vergiss das nicht, hörst Du?«
Mit tränenden Augen eilte ich zu meinem Partner in mehr als einer Beziehung. Erst viel später ist mir aufgefallen, dass Grey sowohl meinen, wie auch Napoleas und Kids wahren Namen nannte. Meinen hatte ich nur Kid – Vince - gegenüber erwähnt und ich bin sicher, die anderen Beiden haben es auch nicht herum getratscht. Wir waren zwar die Ghosts, eines der verdammt besten Teams in den Schatten, aber wir waren nicht die Beichtväter der anderen.

»Bleib bei mir!« Ich hielt seine Hand aus Fleisch und Blut, fühlte die kleine Narbe, die ihm mein Biss bei seiner ersten Annäherung an mich eingebracht hatte. So eingebildet, so selbstsicher, so unverschämt. Ich hatte einfach die Hand beißen müssen, die ungefragt nach meinen Nacken gegriffen hatte, damit ihr Besitzer sich einen Kuss stehlen konnte.
Er hatte sich immer geweigert, die Narbe wegmachen zu lassen.
»Geh nicht, ich habe Dir noch so viel zu sagen.«
Kid schlug seine Augen auf. Die Cyberlinsen fokussierten sich ein letztes Mal. Ich sah seine Gesichtsmuskeln zucken. Er hätte geweint, wenn er es gekonnt hätte.
»S'Me. Ich weiß doch alles, was wichtig ist.« Er drückte meine Hand, dann sank sein Kopf zur Seite.
Aufschreien wollte ich, etwas zerschlagen, jemandem wehtun, meinen Schmerz hinaus prügeln, doch ich war wie paralysiert. Ich spürte es noch, das zweite Herz, das Kunstherz, wie es weiterpumpte, selbst als des echte bereits aufgehört hatte. Da ruckte sein Kopf leicht.
»Doc. Der Core-Chip im Enzephalon. Aufzeichnungen, Daten. Nimm sie. Nutze sie.«
Es war nicht Vince, der da sprach, leer, emotionslos, analytisch. Vincent war bereits gegangen. Hier sprach Kid 2.0, die Headware, dieser High-Tech-Analyst in seinem Kopf tat seinen letzten Dienst.
Gleichzeitig fielen alle technischen Teile aus. Kid 2.0 war seinem Herrn ins Vergessen gefolgt.
Nun endlich konnte ich schreien.
Ich schrie, bis ich keine Stimme mehr hatte und danach noch eine ganze Weile stumm.

Die Feuerwehr kam spät, unser Safehouse stand nicht gerade in der A++Gegend. Sie konnte das Haus nicht mehr retten, nur verhindern, dass das Feuer das halbe Viertel erfasste.
»Hey, Miss. Kennen Sie das Haus, ist da noch jemand drin?«
Die Frage des Feuerwehrmanns brach meinen gebannten Blick auf das Inferno, welches ich selbst verursacht hatte.
Wortlos schüttelte ich den Kopf, drehte mich um, ging davon.

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